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NeuroModel® Update 3.1.30

Als Service Level Kunde von atlan-tec erhalten Sie ab sofort ein kostenloses Service Update unserer Software NeuroModel® 3.1.30 auf Abruf. Folgende Funktionen wurden erneuert:

  • neues Feature: PreData-Korrelationsanalyse zur automatischen Verweilzeiterkennung
  • NeuroModel-Validierung jetzt auch mit aktuellem Excel-Format (xlsx)
  • PreData-Tabellenexport jetzt auch mit aktuellem Excel-Format (xlsx) und CSV
  • GenOpt-WhatIf jetzt auch mit aktuellem Access-Format (accdb)
  • PreData-Spalten Shiften jetzt auch für mehrere Spalten zugleich
  • Bugfix: PreData-Statistik/ Perzentilberechnung bei Datenlücken verbessert
  • Bugfix: PreData-Histogramm bei Datenlücken verbessert
  • Bugfix: Korrigierte englische Übersetzungen

Haben Sie noch keinen Service Level Vertrag? Dann möchten wir Ihnen einige Informationen zu unserem Service Level Vertrag mitgeben:

atlan-tec erstellt Software mit großer Sorgfalt und gemäß dem Stand der Technik und bemüht sich dabei um eine möglichst weitgehende Vermeidung von Programmfehlern, soweit diese durch systematische Testverfahren überhaupt erreicht werden kann. Zudem pflegt atlan-tec die Installationsprogramme der Software und die Software an sich fortlaufend so nach, dass diese jeweils immer den aktuellen Betriebssystemversionen, Service-Packs und Updates auf die Betriebssysteme und auf Software der Betriebsumgebung angepasst werden.

Wird unsere Software nicht den Veränderungen angepasst, kann es passieren, dass diese irgendwann den Dienst einstellt oder nicht mehr installierbar ist. Aus diesem Grunde müssen wir unsere Software ständig verändern.

Die Kosten eines Updates betragen die Differenz zwischen dem Restwert einer gekauften Lizenz und dem Neupreis der aktuellen Version dieser Lizenz. Jede neu gekaufte Lizenz ohne bestehenden SLA verliert pro angefangenem Jahr 25% des Wertes bei Kauf der Lizenz. Dies entspricht einer linearen Abschreibung über 4 Jahre und damit den deutschen Steuergesetzen. Der SLA kostet dagegen nur 15% p.a. des Neupreises und erhält den Wert einer Softwarelizenz während der gesamten Laufzeit des SLA. Bilanziell ist ein SLA daher ein Gewinn, da es die Abschreibung der Software verhindert und damit bilanziell einen Jahresgewinn von 10% des Neuwertes der Software generiert.

Der Service Level Vertrag muss gleichzeitig mit dem Kauf der Software abgeschlossen werden, um den Wert einer Lizenz zu erhalten. Wird ein Service Level Vertrag erst nach dem Kauf einer Software abgeschlossen, muss der Softwarekäufer erst auf die aktuelle Version der Software updaten und den Abschreibungsverlust der Software erstatten.

Mit einem Service Level Vertrag erhalten Sie kostenlos alle Versions-Updates automatisch und alle Service-Updates auf Abruf. Natürlich haben Sie als Service-Level Kunde noch viele weitere Vorteile.

Weitere Info`s zu den einzelnen Verträgen finden Sie hier.

Bei Interesse und Rückfragen erreichen Sie uns telefonisch unter +49 2154 9248-0

Warum klassische APC kaum Nutzen bringt

Der Begriff „APC“ (Advanced Process Control) möchte gerne zum Ausdruck bringen, dass eine Regelung im Vergleich mit „herkömmlicher Technik“ besser (eben „advanced“) ist. Die herkömmliche Technik, die in Leitsystemen implementiert ist, beruht oft auf Ansätzen aus den 60ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Diese einfache Kombination von Zeitgliedern und PI-Reglern ist auch für viele Anwendungen ausreichend. Lösungen, die darüber hinausgehen, werden als „APC“ vermarktet.

Viele Lösungen, die noch heute als APC vermarktet werden, werden diesem Begriff nicht gerecht, da sie die Wirklichkeit extrem vereinfachen. Ein einfaches Beispiel solcher Lösungen ist der „Dynamic Linear Estimator“. Solche „APC-Systeme“ bestehen immer aus zwei Komponenten; einer Totzeitkomponente und einem linearen Modell zwischen Eingangs- und Ausgangsgrößen.

Linearisieren kann man einen Zusammenhang zwischen Prozessgrößen vor allem dann, wenn man den Wertebereich sehr stark einschränkt. Dies bedeutet aber, dass ein solcher „APC Regler“ nur dann korrekte Ergebnisse liefert, wenn man sich in den engen Wertebereichsgrenzen bewegt, für die er ausgelegt wurde. Diese Restriktion lässt sich umgehen, indem man „Linearisierungsterme“ einfügt oder mehrere lineare Terme aneinander hängt. Diese Technik ist aufwendig, aber für einige Prozesse erprobt und sehr gut beschrieben. Dies ist auch der Grund dafür, dass diese Technik in Raffinerieprozessen gerne verwendet wird. Durch die umfassenden Erfahrungen einiger Spezialisten werden mit dieser einfachen Technik recht akzeptable Ergebnisse erzielt.

Der zweite Teil, die Totzeitkomponente ist erheblich fragwürdiger. Klassisch ist der Ansatz, das dynamische Verhalten des Prozesses zu „testen“ mit sogenannten Steptests. Man gibt auf den Prozess eine Störung (Sprungaufgabe) und misst die Antwort (Sprungantwort). Zwischen diesen beiden Signalen wird die Zeitdifferenz gemessen und als „Totzeit“ definiert, die dann dem APC-Block zu Grunde gelegt wird.

Dass diese Vereinfachung der Regelungstechnik nichts mit der Realität zu tun hat, ist einem Verfahrenstechniker sofort klar: Je nach Füllständen und Durchflüssen in einer komplexen Anlage schwankt die tatsächliche „Totzeit“ erheblich. Bedingt durch Rückmischungen und komplexes Verweilzeitverhalten in Reaktoren kommt es zudem zu einer Verzerrung von Signalen, die von diesem primitiven Verfahren nicht abgebildet wird.

Bedingt durch die Vereinfachungen in diesen „klassischen“ APC-Reglern verhalten sich solche Implementierungen so, dass sie den Prozess genau dann gut abbilden und regeln, wenn er sich in einem stabilen Arbeitspunkt befindet. Weicht er von diesem Arbeitspunkt ab, verschlechtert sich die Güte dieses klassischen APC-Reglers. Genau dann also, wenn der APC-Regler benötigt wird, steigt er aus.

Betrachtet man die Verfügbarkeit solcher klassischer APC-Regler werden von Anbietern und von Kunden, die dafür ja viel Geld ausgegeben haben, gerne 95% und mehr angegeben. Die Zeiten, in denen typische Prozesse stabil laufen, bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung. Die tatsächliche Verfügbarkeit klassischer APC-Regler liegt, bezogen auf Zeiträume, in denen diese wirklich benötigt werden, bei weniger als 20%! Das bedeutet, die klassischen APC-Regler machen eigentlich nur in einem Fünftel der Fälle ihre Arbeit. Der ökonomische Nutzen dieser Systeme ist daher sehr fragwürdig, zumal ein klassisches Leitsystem ähnlich gute Ergebnisse liefert.

Moderne Lösungen der atlan-tec Systems GmbH basieren auf nichtlinearen Modellen und dynamischen Zeitschätzern. Diese werden mit historischen Betriebsdaten trainiert und benötigen keine Versuche am Prozess. Die Entwicklung stört den Prozess nicht mit Steptests und die Modelle sind nichtlinear und dynamisch. Die Totzeiten werden aus echten Verfahrensparametern berechnet und sind damit von äußerster Präzision. Jede Betriebssituation, die in den Daten enthalten ist, kann von den Modellen abgebildet werden und der Regler schaltet nicht ab, wenn der Prozess seinen typischen Arbeitspunkt verlässt. Die Verfügbarkeit der Modelle im Störungsfall liegt bei 99% und damit fünfmal höher als jene der historischen Ansätze.

 

Erfolgreicher Abschluss

Erfolgreicher Abschluss

Erfolgreicher Abschluss des IGF-Projektes: „Entwicklung von Softsensoren zur Prozess- und Qualitätskontrolle in der Kunststoffaufbereitung und Extrusion„

Am 26. August fand in Würzburg bei dem SKZ – Das Kunststoff-Zentrum das abschließende Treffen des Projektbegleitenden Ausschusses des IGF Projektes „Entwicklung von Softsensoren zur Prozess- und Qualitätskontrolle in der Kunststoffaufbereitung und Extrusion“ statt. Das Projekt wurde vom SKZ und allen namhaften Unternehmen der Kunststoffindustrie in Deutschland mit der Software NeuroModel® von atlan-tec Systems erfolgreich durchgeführt.

Im Projekt konnte gezeigt werden, dass NeuroModel in der Lage ist, in den meisten Extrusionsanlagen Labormessungen durch Softsensoren zu ersetzen, wenn hinreichend genaue klassische Sensoren wie Temperatur-, Druck- und Drehmoment- Messwerte zur Verfügung stehen. Durch die Einsparung von Laboranalysen, komplexen und fehleranfälligen Online-Messgeräten können mit Softsensoren erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. In der Zukunft wird das Verfahren an Kundenapplikationen immer weiter entwickelt werden. Insbesondere innovative Mittelständler zeigen hier Engagement und können gegenüber Großunternehmen deutliche Kostenvorteile erzielen.

Für Interessenten aus der Kunststoffindustrie steht das SKZ weiterhin mit kostengünstigen Prozessanalysen zur Verfügung, die dann von atlan-tec in industrielle Anwendungen umgesetzt werden.

Neues Intelligentes System zur Sensorvalidierung bei AirLiquide im Einsatz

Air Liquide Global E&C Solutions hat mit Unterstützung der atlan-tec Systems GmbH eine erste industrielle Anwendung des Konzeptes Valisensor® realisiert. Das System wurde in der Wasserstoffanlage „Heracles“ in Rotterdam erfolgreich implementiert und online an das Leitsystem angebunden. Valisensor erkennt defekte Sensoren und Analysatoren und berechnet während der Ausfallzeit recht genaue Ersatzwerte.

Valisensor® basiert im Prinzip auf mehreren vernetzten selbstorganisierenden neuronalen Karten, welche das Verhalten aller Teile der Anlage bei funktionsfähigen Sensoren und Analysengeräten erlernen und damit eine Mustererkennung realisieren. Die spezielle Anwendung in diesem komplexen Fall wurde erst mit Hilfe des Prozesswissens der Air Liquide möglich. Im laufenden Betrieb der Anlage wird dem System jeweils der gesamte Vektor aller Sensoren und Analysegeräte präsentiert. Das System bewertet jeden Messwert und jede Analyse in Echtzeit als „richtig“ oder „fehlerhaft“. Fällt ein Sensor oder Analysenwert aus, errechnet das System daraus den eigentlich korrekten Wert und gibt diesen als Ersatzwert aus.

Die noch laufende Bewertung des Systems vor dem Roll-Out zeigt eine hohe Robustheit. Selbst wenn bis zu 70% der Messwerte und Analysen ausgefallen sind, kann Valisensor noch solche Defekte erkennen und Ersatzwerte berechnen. Ein solcher Fall kommt in der Praxis nicht vor, so dass alle tatsächlich vorkommenden Ausfälle damit abgedeckt sind.

Die Verfügbarkeit einer technischen Anlage lässt sich durch diese Technologie erheblich steigern, da nicht nur Sensordefekte damit abgedeckt sind, sondern auch Eichprozeduren an Analysatoren bei laufendem Betrieb durchgeführt werden können.

Während die Anwendung bei Wasserstoff- und Synthesegasanlagen exklusiv an Air Liquide Global E&C Solutions lizenziert werden, steht diese Technologie nun für andere Prozesse zur Verfügung. Die Anwendung erfordert präzises Prozesswissen und ist noch Spezialisten vorbehalten. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird die Technologie aber weiter entwickelt, so dass sie voraussichtlich in den nächsten Jahren auch genauso leicht verfügbar ist, wie die Technologie der neuronalen Prozessmodelle.

25 Jahre atlan-tec – wir sagen Danke!

Sehr geehrte Kunden,

sehr geehrte Geschäftspartner,

ein Vierteljahrhundert ausgereifte high-tech Lösungen zur modellgestützten Prozessoptimierung werden am heutigen Tag, den 1. April 2014 gefeiert.

Vor 25 Jahren (1989) wurde die Firma atlan-tec von Thomas Froese & Partnern als GbR in Nettetal als „Garagenfirma“ mit 2 Mitarbeitern gegründet, wobei der Fokus auf Ingenieurdienstleistungen in der Automatisierungstechnik lag.

Nach den ersten aussichtsreichen Geschäftsjahren, zog die bestehende „Garagenfirma“ 1994 mit einem Mitarbeiterstamm von 5 Mitarbeitern nach Viersen auf die Lobbericher Straße und wurde zur ATLAN-tec Thomas Froese & Partner KG – für lean research u. technische Systeme . 200 Quadratmeter für Ingenieurdienstleistungen, Prozessanalyse, Prozessoptimierung und Modellierung erwiesen sich zunächst als ausreichend.

Doch nach vier weiteren, erfolgreichen Jahren wurde klar, dass auch der damalige Standort in Viersen zu klein wird.

Am 01.01.1998 zog die Firma zum heutigen Firmensitz auf die Hanns-Martin-Schleyer Straße 18a in Willich.

Eine weitere Namensänderung fand im Jahre 2005 erneut statt. Bis 2009 war der Name ATLAN-tec GmbH – THE EXFORMATION COMPANY bekannt.

Seitdem wird die Firma unter der Bezeichnung atlan-tec Systems GmbH durch den Geschäftsführer Thomas Froese erfolgreich weitergeführt. Wir verzeichnen mittlerweile einen Stamm von 15 Mitarbeitern im Kernunternehmen und 30 weitere in Tochterunternehmen und Partnern.

In diesen 25 Jahren haben sich unsere Ansprüche an uns selbst und an die Zufriedenheit unserer Kunden stetig weiterentwickelt. Für diese positive Bilanz sind vor allem unsere Kunden und Geschäftspartner verantwortlich.

Wir können voller Stolz auf 25 Jahre atlan-tec zurückblicken und schauen ebenso positiv in die Zukunft.

Wir bedanken uns ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen!