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Umzug wegen Verkehrsinfarkt

Es ist völliger Wahnsinn! Wie kann ein klar denkender Mensch 4 Gewerbegebiete, 4 mittelgroße Städte (Kempen, Tönisvorst, Anrath und Willich) und zwei Autobahnauffahrten an eine Landstraße (L379) anbinden? Dann noch eine Ampelschaltung wie aus einer Comedy Sendung programmieren und mitten drin im Hotspot eine Billigtankstelle installieren. Entschuldigung, liebe Viersener Planer: Schon diese Idee war absehbar völlig irre! Das Ergebnis ist täglicher Dauerstau und mindestens 30 Minuten Stehparty bei Anreise und vor allem Abreise. Dieser planungsrechtliche Amoklauf wird in Willich noch kombiniert mit einem ausufernden Speditions(un)wesen: LKW fahren kreuz und quer über die Straße, gefährden den Gegenverkehr durch rücksichtsloses Fahren in der Straßenmitte und stundenlange Wendemanöver.

Die dösige Verwaltung der Stadt Willich macht sich gesund an der Gewerbesteuer, kriegt es aber nicht einmal hin, im Winter die Straßen im Gewerbegebiet zu räumen oder zu streuen. Die einzige Aufmerksamkeit, die man als Unternehmer erhält, sind sporadische Wegelagerer mit Radarfallen im Gewerbegebiet. Um die Amokfahrer in den 40 Tonnern kümmert sich natürlich keiner.

Jetzt endlich, leider viel zu spät, ist die Verwaltung auch mal aufgewacht und baut ab Anfang 2020 den Flaschenhals in Willich aus – natürlich wieder völlig unzureichend. Dazu wird eine Autobahnbrücke abgerissen – direkt im Knotenpunkt. Vor unserem geistigen Auge spielten sich Szenen ab, wie aus einem Endzeitfilm. Ab Anfang nächsten Jahres wird um Willich herum monatelang das absolute Chaos ausbrechen. Dagegen ist Köln ein Ponyhof!

Uns war klar: Wir müssen weg! Abstimmung mit dem Möbelwagen sozusagen. Anders erreicht man in diesem Land nichts! Gesagt, getan, haben wir uns nach mehr als 22 Jahren neue Büroräume gesucht – in Mönchengladbach Nordpark. Dort gibt es keine Speditionen, eine direkte Autobahnauffahrt und Glasfaseranschluss, sowie brandneue energetisch günstige Gebäude, bei denen die Energie nicht durch das Blechdach in die Außenwelt verdampft.

Ab dem 1.8.2019 sind wir in Mönchengladbach auf der Enscheder Straße 7 zu erreichen. Alle News zu diesem Umzug, wie die geänderte Handelsregisternummer und neue Telefonnummern werden wir auf unserer Website sofort bekannt geben und im Impressum vermerken. Die Mailadressen und Handynummern bleiben erhalten.

Guten Morgen Mönchengladbach! Tschüss Willich!

Störfall durch Bastellösungen?

Das Wort Störfall ist unbeliebt. Viel schöner klingt „Ereignis“,wobei es dasselbe meint. Seit Jahren hatten wir ja zum Glück kein wirklichgroßes Ereignis mehr, bei dem viele Menschen um´s Leben gekommen sind und beider die Ursachen in einer falschen Prozessführung oder in der Automatisierunglagen. Die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit der Safety-Experten und auch der Experten für Prozessleittechnik haben besonders in der Chemieindustrie dafür gesorgt, dass das Thema Sicherheit in Deutschland und auch anderen europäischen Ländern einen sehr hohen Stellenwert haben.

Dies könnte sich in naher Zukunft ändern, da das Thema „Industrie4.0“ – wie jede technische Neuerung – auch zu bedenklichen Entwicklungen führt.Auf der einen Seite verspielen viele Unternehmen gerade ihre Zukunft, indem Sie dieses Thema ignorieren. Ganze Branchen, wie zum Beispiel die verarbeitende Kunststoffindustrie und große Teile des Mittelstandes verschlafen den Einstieg in die Digitalisierung komplett, wie aktuell gerade die Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Studie herausgefunden hat.

 Anderer Unternehmen – wie einige getriebene Akteure in der nergiewirtschaft – neigen zu dem anderen Extrem und riskieren die Sicherheit ihrer Anlagen. Hier sind nicht nur Leib und Leben in Gefahr, sondern auch andere Rechtsgüter, wie zum Beispiel die Sicherheit unserer Energieversorgung. Folgende Beobachtungen können dabei am Markt gemacht werden:

  1. Ignorieren des Standes der Technik: In verschiedenen Normungsgremien werden Richtlinien bezüglich des Standes der Technik erarbeitet, so zum Beispiel im RA 7.24 des VDI/VDE/GMA. Solche Richtlinien und zugeordnete Veröffentlichungen dokumentieren in der Rechtsprechung den Stand der Technik. Wird dieser ignoriert, wird dies bei Ereignissen als grobe Fahrlässigkeit gewertet
  1. Bedingt durch die bewusst gewählte „coole“ Startup-Kultur in großen Unternehmen kommt es oft dazu, dass der Stand der Technik „vergessen“ oder ignoriert wird. Um nur ein Beispiel zu nennen: So wird heute gerne über „Deep Learning“ gesprochen, was auf jeden Fall helfen kann, neue Hypothesen aus Daten zu generieren. Nicht geeignet sind diese Technologien aber für den steuernden oder regelnden Einsatz im Produktionsumfeld, da diese Technologie einfache statistische Erkenntnisse der 50ger Jahre über die Anzahl und der Verteilung von Datensätzen im Verhältnis zu den Freiheitsgraden einer Gleichung ignoriert (Stichwort DoE, Versuchsplanung). Nicht fahrlässiges Handeln bedeutet, dass man sich beim Einsatz solcher Methoden darüber im Klaren ist, dass grundlegende statistische und physikalische Gesetze durch „coole Hipster-Schlagworte“ nicht außer Kraft gesetzt werden können.
  1. Anwender datengetriebener Methoden neigen dazu, sofern sie keine Prozessexperten sind, den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität zu verwechseln. Dies kann bei der Nutzung im Produktionsumfeld zu gravierenden Fehlentscheidungen führen.
  1. Bastellösungen und Individualprogrammierungen: Jede Softwareentwicklung ist mit Fehler verbunden. Werden für die Führung sicherheitskritischer Anlagen individuelle Codes (Python-Scripte, R-Scripte, C-Code etc.) entwickelt, ist dies um Zehnerpotenzen riskanter, als wenn erprobte und validierte Industriesoftware verwendet wird, die hundertfach im Einsatz ist und sich immer reproduzierbar verhält. Sind demnach für eine Anwendung validierte und zuverlässige kommerzielle Anwendungen verfügbar und es wird aus Kostengründen auf selbstgebastelte Lösungen gesetzt, ist im Falle von Ereignissen auch grundsätzlich von grober Fahrlässigkeit auszugehen
  1. Einsatz von Open Source: Während es in der Wissenschaft – wegen der Transparenz – nützlich und sinnvoll ist, auf Open-Source-Code zu setzen, ist dessen Einsatz in sicherheitsrelevanten Produktionsprozessen grundsätzlich abzulehnen. Zwar besteht bei Open-Source-Projekten wie „R“ theoretisch die Möglichkeit den Sourcecode zu prüfen, jedoch sind die Programmpakete meist so komplex, dass diese in der Praxis undurchschaubar bleiben. Der wesentliche Nachteil von solchen Lösungen besteht darin, dass es keine juristische oder persönliche Verantwortung eines Lieferanten gibt. Damit liegt die Verantwortung beim Einsatz solcher Lösungen beim Anwender und kann ebenfalls als grob fahrlässig gewertet werden, sofern es hierdurch zu Ereignissen kommt
  1. Cloudlösungen: Cloudlösungen sind praktisch und werden sich in vielen Bereichen durchsetzen, zumal es sehr praktisch ist, zum Beispiel für eine Datenanalyse zeitweise auf erhebliche Rechenressourcen zugreifen zu können. Kritisch wird das Thema aber in dem Moment, in dem z.B. Modelle oder andere Software in der Cloud direkt oder indirekt auf Produktionsanlagen zugreifen kann und diese beeinflussen kann. Hier ist dem Hacking Tür und Tor geöffnet. Kommt es durch die Anbindung eines Produktionssystems an die Cloud zu einen Ereignis, ist ebenfalls grobe Fahrlässigkeit im Spiel.

 Durch die Beachtung der Hinweise in dieser Veröffentlichung lassen sich rechtliche Risiken, viel wichtiger aber, Risiken für Leib und Leben vermeiden. Als ethisch und rechtlich verantwortungsbewusstes Unternehmen sehen wir es als unsere Aufgabe an, diese Kenntnisse an die Akteure am Markt und Entscheider in Unternehmen und an die Rechtsprechung weiter zu geben und damit zu einer weiterhin sicheren Welt beitragen zu können.

Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung, um die Sicherheit Ihrer Anlagen weiter zu erhöhen und freuen uns über Gespräche zu diesem Thema.

atlan-tec Veranstaltungskalender 2018

atlan-tec stellt Innovationen und Konzepte auch dieses Jahr wieder auf diversen Fachkonferenzen vor.
Wir freuen uns über Ihren Besuch und eine anregende Diskussion.

19. und am 20. November sind wir auf der Fachtagung „Digitalization in the Process Industry“ vertreten und gestalten dort einen eintägigen Workshop zusammen mit Partnern von Deloitte, ICT und dem Industrie 4.0 Maturity Center:
https://www.vdi-wissensforum.de/weiterbildung-prozessindustrie/digitalization-process-industry-2018/

Am 21. November sind wir auf der Fachkonferenz Folienextrusion des IKV in Aachen vertreten:
http://www.ikv-aachen.de/neuigkeiten/detailseite-neuigkeiten/news/news/detail/ikv-konferenz-zur-folienextrusion/

Am 28. November sprechen wir auf dem Qualitätsgipfel Kunststoffe über die Verbesserung von Qualität mit Industrie 4.0
Methoden:
https://www.qualitaetsgipfel-kunststoff.de/quk/index.html

Am 12. Dezember 2018 sind wir in Nürnberg auf der 44. Deutsche Compoundiertagung vom VDI:
https://www.vdi-wissensforum.de/weiterbildung-kunststoff/deutsche-compoundiertagung/

Erfolgreicher Abschluss

Erfolgreicher Abschluss

Erfolgreicher Abschluss des IGF-Projektes: „Entwicklung von Softsensoren zur Prozess- und Qualitätskontrolle in der Kunststoffaufbereitung und Extrusion„

Am 26. August fand in Würzburg bei dem SKZ – Das Kunststoff-Zentrum das abschließende Treffen des Projektbegleitenden Ausschusses des IGF Projektes „Entwicklung von Softsensoren zur Prozess- und Qualitätskontrolle in der Kunststoffaufbereitung und Extrusion“ statt. Das Projekt wurde vom SKZ und allen namhaften Unternehmen der Kunststoffindustrie in Deutschland mit der Software NeuroModel® von atlan-tec Systems erfolgreich durchgeführt.

Im Projekt konnte gezeigt werden, dass NeuroModel in der Lage ist, in den meisten Extrusionsanlagen Labormessungen durch Softsensoren zu ersetzen, wenn hinreichend genaue klassische Sensoren wie Temperatur-, Druck- und Drehmoment- Messwerte zur Verfügung stehen. Durch die Einsparung von Laboranalysen, komplexen und fehleranfälligen Online-Messgeräten können mit Softsensoren erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. In der Zukunft wird das Verfahren an Kundenapplikationen immer weiter entwickelt werden. Insbesondere innovative Mittelständler zeigen hier Engagement und können gegenüber Großunternehmen deutliche Kostenvorteile erzielen.

Für Interessenten aus der Kunststoffindustrie steht das SKZ weiterhin mit kostengünstigen Prozessanalysen zur Verfügung, die dann von atlan-tec in industrielle Anwendungen umgesetzt werden.

Neues Intelligentes System zur Sensorvalidierung bei AirLiquide im Einsatz

Air Liquide Global E&C Solutions hat mit Unterstützung der atlan-tec Systems GmbH eine erste industrielle Anwendung des Konzeptes Valisensor® realisiert. Das System wurde in der Wasserstoffanlage „Heracles“ in Rotterdam erfolgreich implementiert und online an das Leitsystem angebunden. Valisensor erkennt defekte Sensoren und Analysatoren und berechnet während der Ausfallzeit recht genaue Ersatzwerte.

Valisensor® basiert im Prinzip auf mehreren vernetzten selbstorganisierenden neuronalen Karten, welche das Verhalten aller Teile der Anlage bei funktionsfähigen Sensoren und Analysengeräten erlernen und damit eine Mustererkennung realisieren. Die spezielle Anwendung in diesem komplexen Fall wurde erst mit Hilfe des Prozesswissens der Air Liquide möglich. Im laufenden Betrieb der Anlage wird dem System jeweils der gesamte Vektor aller Sensoren und Analysegeräte präsentiert. Das System bewertet jeden Messwert und jede Analyse in Echtzeit als „richtig“ oder „fehlerhaft“. Fällt ein Sensor oder Analysenwert aus, errechnet das System daraus den eigentlich korrekten Wert und gibt diesen als Ersatzwert aus.

Die noch laufende Bewertung des Systems vor dem Roll-Out zeigt eine hohe Robustheit. Selbst wenn bis zu 70% der Messwerte und Analysen ausgefallen sind, kann Valisensor noch solche Defekte erkennen und Ersatzwerte berechnen. Ein solcher Fall kommt in der Praxis nicht vor, so dass alle tatsächlich vorkommenden Ausfälle damit abgedeckt sind.

Die Verfügbarkeit einer technischen Anlage lässt sich durch diese Technologie erheblich steigern, da nicht nur Sensordefekte damit abgedeckt sind, sondern auch Eichprozeduren an Analysatoren bei laufendem Betrieb durchgeführt werden können.

Während die Anwendung bei Wasserstoff- und Synthesegasanlagen exklusiv an Air Liquide Global E&C Solutions lizenziert werden, steht diese Technologie nun für andere Prozesse zur Verfügung. Die Anwendung erfordert präzises Prozesswissen und ist noch Spezialisten vorbehalten. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird die Technologie aber weiter entwickelt, so dass sie voraussichtlich in den nächsten Jahren auch genauso leicht verfügbar ist, wie die Technologie der neuronalen Prozessmodelle.

25 Jahre atlan-tec – wir sagen Danke!

Sehr geehrte Kunden,

sehr geehrte Geschäftspartner,

ein Vierteljahrhundert ausgereifte high-tech Lösungen zur modellgestützten Prozessoptimierung werden am heutigen Tag, den 1. April 2014 gefeiert.

Vor 25 Jahren (1989) wurde die Firma atlan-tec von Thomas Froese & Partnern als GbR in Nettetal als „Garagenfirma“ mit 2 Mitarbeitern gegründet, wobei der Fokus auf Ingenieurdienstleistungen in der Automatisierungstechnik lag.

Nach den ersten aussichtsreichen Geschäftsjahren, zog die bestehende „Garagenfirma“ 1994 mit einem Mitarbeiterstamm von 5 Mitarbeitern nach Viersen auf die Lobbericher Straße und wurde zur ATLAN-tec Thomas Froese & Partner KG – für lean research u. technische Systeme . 200 Quadratmeter für Ingenieurdienstleistungen, Prozessanalyse, Prozessoptimierung und Modellierung erwiesen sich zunächst als ausreichend.

Doch nach vier weiteren, erfolgreichen Jahren wurde klar, dass auch der damalige Standort in Viersen zu klein wird.

Am 01.01.1998 zog die Firma zum heutigen Firmensitz auf die Hanns-Martin-Schleyer Straße 18a in Willich.

Eine weitere Namensänderung fand im Jahre 2005 erneut statt. Bis 2009 war der Name ATLAN-tec GmbH – THE EXFORMATION COMPANY bekannt.

Seitdem wird die Firma unter der Bezeichnung atlan-tec Systems GmbH durch den Geschäftsführer Thomas Froese erfolgreich weitergeführt. Wir verzeichnen mittlerweile einen Stamm von 15 Mitarbeitern im Kernunternehmen und 30 weitere in Tochterunternehmen und Partnern.

In diesen 25 Jahren haben sich unsere Ansprüche an uns selbst und an die Zufriedenheit unserer Kunden stetig weiterentwickelt. Für diese positive Bilanz sind vor allem unsere Kunden und Geschäftspartner verantwortlich.

Wir können voller Stolz auf 25 Jahre atlan-tec zurückblicken und schauen ebenso positiv in die Zukunft.

Wir bedanken uns ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen!